Kerzen gefährlicher als Zigaretten

Kerzen erzeugen mehr Feinstaub als Zigaretten

Wenn man Antiraucher fragt, warum sie für ein Rauchverbot in Gaststätten sind, kommt meistens die Aussage, man müsse die Angestellten vor dem Passivrauch schützen. Nun stellt sich die Frage, wer schützt Kinder und andere Menschen, die zum Beispiel regelmäßig in die Kirche gehen, vor den Schadstoffen von Kerzen und Weihrauch? Während eines katholischen Gottesdienstes wird beispielsweise das 12- bis 20fache des in Europa erlaubten 24-Stunden-Mittelwertes von Feinstaub erzeugt.

Der niederländischen Mediziner Theo de Kok von der Universität Maastricht hatte im Jahre 2004 Untersuchungen durchgeführt, wo er in einer kleinen Kapelle und in der großen Basilika der Stadt einen Gottesdienst simulierte. Hierbei wurde Weihrauch verbrannt und Kerzen angezündet, wie das bei katholischen Gottesdiensten üblich ist.

Die Ergebnisse waren erschreckend: Die Feinstaub-Konzentrationen lagen bei 500 bis 1.000 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. Dieser Wert ist bis zu 20fach höher als der in Europa erlaubte 24-Stunden-Mittelwert. Die Luft ist dadurch schadstoffbelasteter als an vielbefahrenen Straßen.

In der von vielen Fachleuten umstrittenen “Studie” des DKFZ zum Passivrauch wird behauptet, dass in Gaststätten wo das Rauchen erlaubt ist, eine Feinstaubkonzentration von 200 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft anfalle – also weit weniger als während eines Gottesdienstes. Dies ist nach den Aussagen des DKFZ und anderer Anti-Tabak-Lobbyisten so schlimm, dass man die Beschäftigten in Gastronomiebetrieben unbedingt mit einem Rauchverbot davor schützen müsse. Das DKFZ muss sich die Frage gefallen lassen, warum es die vielen Kinder die zum Beispiel als Messdiener in Kirchen tätig sind oder die von ihren Eltern zu Gottesdiensten mitgenommen werden, nicht von dieser massiv höheren Feinstaub-Belastung als in Gaststätten schützt.

Jede einzelne Kerze enthält viele Schadstoffe wie zum Beispiel Blei und Zink. Australische Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Bleibelastung in kleinen schlecht belüfteten Räumen bei regelmäßiger Kerzenbenutzung sogar so hoch werden kann, dass sie eine Bleivergiftung und Tod verursachen kann.

Bereits im Jahre 2002 hatten Wissenschaftler der amerikanischen Umweltschutzbehörde EPA herausgefunden, dass Dochte von Kerzen zu 39 bis 74 Prozent aus Blei bestehen. Das Blei wird den Dochten zugesetzt, damit diese eine höhere Stabilität erreichen. Andere Teams von Wissenschaftlern fanden heraus, dass die Emissionen von Kerzen so stark sind, dass Wohnräume erheblich durch die freigesetzten Bleidämpfe belastet werden können. Die Schadstoffpartikel können leicht über die Lunge und den Gastrointestinaltrakt aufgenommen werden.

Keine Frage: Kerzen tragen zur Gemütlichkeit bei und sie sind stimmungsvoll. Das selbe tun und sind Zigaretten auch. Nur dass Kerzen um ein Vielfaches mehr an Feinstaub erzeugen als Zigaretten. Und es steht hinter einem Kerzenverbot keine Pharma- und Chemielobby wie hinter dem Rauchverbot.


7 Kommentare

  1. Bernd Volkmann

    Unser Wirt hat Pleite gemacht nach seiner gezwungenen Umsetzung des NICHTRAUCHERSCHUTZGESETZES!
    Warum?
    Wir (23 Stammgäste haben uns einen Partyraum gemietet, darin wird wieder geraucht, sogar mit Nichtrauchern!)

    Unser Staat will es nicht anders, also entgehen Ihm jetzt die Steuereinnahmen aus dieser Kneipe.
    Wirte macht euere Kneipen dicht, wenigstens für 4 Wochen, dann kommen diese Großkotze schon wieder zur Vernunft.
    Warum hängt eigentlich über den Arbeitsämtern kein Schild “ARBEIT KANN TÖDLICH SEIN, FANGEN SIE ERST GAR NICHT DAMIT AN”? Untergrabe ich hier die Autorität unseres Staates?- Nein, ich versuche hier nur einige Gehirne Wiederzubeleben!

    • UweM

      Wie viele Wirte werden es sich leisten können, einen Monat abzusperren?

      • Bernd Volkmann

        Pleite sind die meisten sowiso schon, alles nur noch eine Frage der Zeit wann diese Wirte dann zu Hartz4 Empfängern werden. Unser ehemaliger Wirt feiert jedenfalls bei uns mit! Und wir trinken die halbe Bier jetzt für 1,00€, da bleibt sogar noch was hängen damit fahren wir dann miteinander über`s WE in ein Bundesland wo das Rauchen noch gestattet ist.

      • UweM

        Ich habe so meine Zweifel. dass jemand der auf privater Ebene Konkurrenz zur Gastronomie aufbaut, Wirte zum solidarischen Verzicht auf ihr Einkommen bewegen kann.

    • @ Bernd Volkmann:

      Ihr habt Recht mit euerem angemieteten Partyraum. Der private Treff ersetzt zwar nicht ganz die Geselligkeit, die es noch vor dem 01.08.2010 in den Raucherkneipen gab, aber hier ist es bei weitem immer noch angenehmer und herrscht mehr Stimmung, als in den “lädscherden Verbotskneipen” von heute.

      Es gibt auch noch andere Alternativen. Zum Beispiel die Kellerbar zum Kartenspielen, alte und aufgegebene Kuhställe kann man auch prima umbauen und zum privaten Treffpunkt im Freundeskreis machen und Vieles mehr.

      Aber bitte die fanatischen Antiraucher nicht reinlassen!

  2. Peter 41

    Hallo vielleicht kommt das auch noch ein Kerzenverbot,weil es gibt Leute denen ja auch Kreuze stören,aber wer weiss was Gesundheitsjünger und Atheisten noch alles einfällt.
    Ich jedenfalls sehe und rieche Kerzen gerne. Freundlichen Gruss

    • ub56

      Würden all diese Meldungen als schützenswert umgesetzt, können wir die Deutschland AG schliessen. Ich frage mich, warum es Grenzwerte gibt. Grenzwerte, die im übrigen je nachdem ob es Wirtschaftsinteressen dient, auch gerne nach oben korrigiert werden, wie bei Pestiziden zum Beispiel. Die Dosis macht das Gift scheint nicht mehr zu gelten. Bei undichten AKWs, bei versehentlichen Unfällen bei BASF, wo irgendwelche Stoffe ins Wasser gelangen bestehen grundsätzlich nie Gefahren für die Bevölkerung aber beim Passivrauch fallen die meisten direkt ins Koma. Wer es jetzt noch nicht begriffen hat, soll weiterhin Dschungelcamp schauen (angeblich täglich 10 Millionen Zuschauer) weil ihm sowieso nicht zu helfen ist.

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