Zigaretten nur noch unter dem Ladentisch

Gehören diese Läden bald der Vergangenheit an?

Wie die englische Times berichtet, plant die englische Regierung, dass Zigaretten und andere Tabakwaren in Supermärkten und kleinen Läden nicht mehr öffentlich ausgelegt werden sollen.

Diesem neuerlichen Angriff auf die Raucher in Großbritannien wird auch das Verbot von Zigarettenautomaten in Pubs und Restaurants folgen. Die Maßnahme soll dazu führen, dass Kindern und Jugendlichen der Zugriff auf Rauchwaren erschwert werden soll. Beide Verbote sollen noch im Frühjahr durchgesetzt werden. Ein Wirt kommentierte diese neue Rauchergängelung mit den Worten: “Die sollten lieber dafür sorgen dass Kinder nicht in Pubs gehen anstatt derartig unsinnige und blöde Gesetze zu machen.”

Gesundheitsministerin Dawn Primarolo sagte aus, dass sie Proteste in Kauf nehmen würde. Solange sie Hunderte von Leben retten und Kindern die Gefahren des Rauchens klar machen könnte, sei sie bereit Zigarettenautomaten und das öffentliche Auslegen von Tabakprodukten in Geschäften zu verbieten.

Sollte dieses Verbot in Kraft treten, ist England einiges der wenigen Länder, das auf diese Weise gegen Raucher vorgeht. Im kanadischen Ontario und in zwei Gebieten in Australien beispielsweise will man ebenfalls noch in diesem Frühjahr diesen Weg gehen.

Die Beratungen für das Verbot in England sollen Ende Mai beginnen. Man will unter anderem durchrechnen, wie hoch die Kosten für die Geschäfte sind und was die Vorteile des Verbots sein könnten. Zudem soll darüber gesprochen werden, wie der Zugang zu Nikotin-Kaugummis und -Pflastern erleichtert werden kann. Einsprüche gegen die neue Restriktion können also noch drei Monate eingereicht werden.

Bereits seit 2003 – als das Bewerben von Tabakwaren in der Presse verboten wurde – ist das öffentliche Auslegen von Zigaretten in der politischen Diskussion. Nach der Einführung des Rauchverbots in öffentlichen Gebäuden wurde im Oktober 2007 das Alter für den Kauf von Tabakwaren von 16 auf 18 Jahren erhöht. Dazu werden noch diesen Herbst zusätzlich zu den Warntexten explizite Bilder auf den Zigarettenpackungen zu finden sein, die die Raucher vor den möglichen Gefahren warnen sollen.

Der Verband der Ladenbesitzer befürchtet durch das neue Verbot enorme Verluste durch Umbauarbeiten und will nun der Regierung beweisen, dass das Entfernen der Zigaretten aus Sichtweite der Kunden nichts bewirken wird. Er möchte, dass die Regierung klare Beweise liefert, das so ein Schritt wirklich notwendig ist.

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1 Kommentar

  1. arzt

    Find ich einfach prima!
    Endlich mal eine gute Maßnahme eines ansonsten bedenklichen Staates. Siehe Überwachungswahn.
    Suchtprodukte sollten nur noch in Apotheken abgegeben werden nach vorheriger ärztlicher Untersuchung und ärztlich attestierter Höchstmenge. An diese Obergrenze hat sich der Verkauf absolut zu halten.


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