Umsätze in der Gastronomie eingebrochen – lügt das DKFZ?
Aus den Veröffentlichungen der Landesstatistikämter und des Statistischen Bundesamtes geht eindeutig hervor, dass die Umsätze in der Gastronomie auf Grund des Rauchverbotes erheblich eingebrochen sind. Das berichtet Hottelling, ein Fachinformationsdienst für die Gastronomie.
Das DKFZ, das Deutsche Krebsforschungszentrum in Heidelberg, hatte Mitte März noch getönt, dass das Rauchverbot dem Kneipenumsatz weniger schade als angenommen. Der Spiegel hatte das Pamphlet wohl ungeprüft in seiner Ausgabe 12/2008 vom 17. März veröffentlicht. Martina Pötschke-Langer vom DKFZ behauptete darin dreist, je länger das Rauchverbot in Kraft sei desto positiver würden sich die Umsätze entwickeln.
Die Zahlen widerlegen allerdings die Polemik des DKFZ. Gerade in Niedersachsen und Baden-Württemberg, wo das Rauchverbot bereits seit August 2007 gilt, erlitten 58 Prozent der Gastronomen teilweise gravierende Umsatzrückgänge. Eine aktuelle Untersuchung des Marktforschungsinstituts CHD stellt fest, dass über 40 Prozent aller Restaurant- und Kneipenbetriber einen Gästerückgang von 10 Prozent zu beklagen haben.
Thilo Lambracht, Geschäftsführer von CHD Expert Deutschland, sagte gegenüber Hottelling, “Die offiziellen Statistiken ergeben ein eindeutiges Bild. Die Umsätze in der Gastronomie sind gegen Ende des vergangenes Jahres zum Teil erheblich eingebrochen, hauptsächlich infolge des Rauchverbotes.”. Sicherlich sei das Rauchverbot nicht der alleinige Grund für die teilweise existenzbedrohenden Umsatzrückgänge, wohl aber der Auslöser. An die Adresse des DKFZ sagte Lambracht, “die aktuellen Zahlen als positives Ergebnis umzudeuten, ist unangebracht”.
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