Nebenwirkungen des Rauchverbots

Fast nur negative Auswirkungen durch das Rauchverbot

Das Heise eZine “Telepolis” hat sich mit den Nebenwirkungen des Rauchverbots beschäftigt – und das mit erstaunlich sachlichen Argumenten. Mehrere Aspekte des Rauchverbots werden beleuchtet und die daraus resultierenden Folgen beschrieben.

Da gibt es zum Beispiel das Schulzentrum an der Münchener Schlierseestraße. Seit der Durchsetzung des bayerischen Rauchverbots, welches unter anderem das Rauchen an Schulen verbietet, ist der große Pausenhof dort weitgehend leer. Nicht nur Raucher, sondern auch deren nichtrauchende Freunde verlassen den Schulhof. Damit wird die Idee eines Schulhofes wo Schüler beaufsichtigt werden können und dafür gesorgt wird, dass diese nicht die Straßen und Gehwege verstopfen, ad absurdum geführt. Nun ist auf Fuß- und Radweg auf einer Länge von 50 Metern während der Pausen absolut kein Durchkommen mehr und auch so mancher Autofahrer muss plötzlich bremsen weil die Schüler auch auf die Straße springen.

Eine Recherche hat ergeben, dass dieses Problem nicht nur in München aufgefallen ist sondern so gut wie an jeder Schule. Dazu kommt, dass die Schüler Zigarettenkippen, aber auch Kaffeebecher oder andere Verpackungen auf die Straße werfen. Die Entsorgung müssen die Anwohner bezahlen.

Das Siegener Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung erlaubte kurzzeitig nach massiven Anwohnerbeschwerden das Rauchen hinter den Hausmeistergaragen auf dem Schulgelände. Innerhalb kürzester Zeit wurde die Schulleitung von der Bezirksregierung Arnsberg zurück gepfiffen. Deren Pressesprecher erklärte gegenüber einer Tageszeitung, am absoluten Rauchverbot sei nicht zu rütteln. Nun werden wieder Gehwege verschmutzt und Anwohner belästigt.

Durch das Rauchverbot in Gaststätten ergibt sich noch weit mehr Belästigungs- und Gesundheitsschädigungspotential, so Telepolis. Wörtlich schreibt das eZine: Gaststätten “sind unter anderem deshalb eine sinnvolle Einrichtung, weil durch sie nächtlicher Lärm gebündelt und von anderen Menschen ferngehalten wird”. Seit dem Rauchverbot aber, so Telepolis, haben sich gesellige Zusammenkünfte immer mehr in Privatwohnungen verlagert, da dort weiter geraucht werden darf.

Meist fänden diese spontanen Partys auf Balkonen oder bei offenem Fenster statt. Im Gegensatz zu Gaststätten können Menschen, denen der Lärm zu viel wird, nicht einfach nach Hause gehen, da diese ja schon zu Hause sind. Und die Raucher, die noch in Gaststätten gehen, versammeln sich zum Rauchen vor der Türe, wo es durch die Ansammlung von Menschen zu Sicherheitsgefährdungen auf den Straßen kommt, aber auch häufig zu Lärmbelästigung, dessen Gesundheitsgefährdung weit über dem von Passivrauch liegt.

Es sei möglicherweise nur eine Frage der Zeit, so Telepolis, bis ein genervter Anwohner nicht nur zu Wasserballons greift wie schon geschehen, sondern zu einer Waffe. Besonders im kommenden Sommer wird die Belästigung massiv ansteigen. Entsprechend negative Erfahrungen gibt es bereits aus Baden-Württemberg, wo das Rauchverbot schon letzten Sommer in Kraft war.

Telepolis kommt zum Ergebnis, dass im Gegensatz zu den negativen Auswirkungen des Rauchverbots die positiven begrenzt seien. Niemand müsse sich in Gaststätten aufhalten, der das nicht will. Aber man muss Gehwege oder Straßen benutzen und man kann auch nicht einfach aus seiner Wohnung ausziehen, nur weil die in der Nähe einer Schule oder eines Lokals liegt.

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1 Kommentar

  1. Ingo

    Lärmbelästigung vor dem Lokal
    Ich wohne mit meiner Frau und meiner Tochter über einen Lokal in Milbertshofen. Wir hören regelmässig die lauten stimmen der Raucher(gruppen).
    Der Wirt reagiert auf eine freundliche Bitte diesen Lärm einzudämmen sehr


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