Kunst und Rauchen – in Hamburg funktioniert es

Kunst-Kneipen - in Hamburg werden es immer mehr

Die Menschen werden immer ideenreicher, um das unsinnige Rauchverbot zu umgehen. In Hamburg hat nun eine Rauchgalerie eröffnet. Das berichtet die Hamburger Morgenpost.

Die Hopfenmarktkneipe im Hamburger Stadtteil Altstadt erfreut sich seit einiger Zeit größter Beliebtheit. Findet doch derzeit dort eine Ausstellung des russischen Künstlers Sergey Machehin statt. Das Gute an der Ausstellung ist: Man darf rauchen.

Hans-Joachim Saß hatte die Idee “Kunstverein statt Pinte”. Da auch in Hamburg das Rauchverbot für Vereinsheime nicht gilt, hat er einen Verein gegründet, den “Verein zur Förderung von Kunst, Kultur, Bildung und Erziehung sowie der Völkerverständigung”. Saß, übrigens selbst Nichtraucher, geht es allerdings nicht nur ums Rauchen, ihm liegt auch am Herzen, die Kunst wieder unter das Volk zu bringen.

Saß bietet nun Wirten an, seinem Verein beizutreten und in den Lokalen Bilder oder andere Kunstwerke auszustellen. Die bürokratischen Hürden eines Vereins nimmt Saß somit den Wirten ab. Diese müssen nur darauf achten, dass ausschließlich Mitglieder des Vereins das Lokal betreten dürfen.

Laut Hamburger Morgenpost sieht die Gesundheitsbehörde keinen Handlungsbedarf gegen diese Gesetzeslücke. Rico Schmidt, Sprecher des Amtes, wies darauf hin, dass in einer Vereinsgaststätte nur Mitglieder Zutritt haben. Das würde die meisten Wirte davon abhalten, diese Gesetzeslücke zu nutzen. Aber auch dafür hat Saß schon eine Idee: Laufkundschaft kann am Tresen eine Karte erwerben, die die Besucher als “Vereinsangehörige bis Ladenschluss” ausweist.

Bisher finden die meisten Besucher, Raucher wie Nichtraucher, diese Idee gut. Wörtlich sagte ein Besucher gegenüber der Hamburger Morgenpost zum Beispiel: “Natürlich bin ich wegen der Kunst hier! Barkassen und Natur – auf den Bildern ist alles drauf! Aber dass man jetzt wieder rauchen kann, finde ich natürlich auch gut!”


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