CSU erwägt Lockerung des Rauchverbots
Wie die Süddeutsche Zeitung eben berichtete, erwägt die CSU eine Lockerung des Rauchverbots. Grund für diesen Sinneswandel scheinen die für die CSU massiven Verluste bei der bayerischen Kommunalwahl zu sein.
Im CSU-Vorstand wurde das europaweit strengste bayerische Rauchverbot als eine der Hauptursachen für die schwache Mobilisierung der Wähler und den Einbrüchen der Stimmen bei der Kommunalwahl gesehen. Ein CSU-Präsidiumsmitglied sagte gegenüber der Süddeutschen Zeitung: “Das hat viele unserer Leute zur Wahlenthaltung gebracht”. Mit dieser striktesten Regelung in Europa sei massiv das bayerische Lebensgefühl von “Leben und Leben lassen” verletzt worden.
Erwogen werden folgende Abschwächungen des Rauchverbotes: In Bierzelten soll das Rauchen wieder erlaubt werden, ebenso in kleinen Kneipen. Angeblich hat Ministerpräsident Beckstein in der Sitzung zugesichert haben, dass das Gesetz noch einmal “sorgfältig geprüft” werde. Allerdings soll er auch vor “Schnellschüssen” gewarnt haben.
Wie die Süddeutsche in einem anderen Artikel schreibt, gehöre zur CSU ja “ein gehöriger Schuss Opportunismus”. Niemand beherrsche es so gut, gleichzeitig dafür und dagegen zu sein. Franz-Josef Strauß sagte dazu einmal, man müsse seine Grundsätze so hoch hängen, dass man bequem darunter durchlaufen könne, so die Süddeutsche.
Wie nicht anders zu erwarten war, spucken die militanten Rauchgegner schon Gift und Galle. Axel Napolitano, einer der Führer von Pro Rauchfrei, schreibt zum Beispiel im vereinseigenen Forum: “Das wäre die dümmste anzunehmende Tat der CSU – denn abgesehen von den oben angeführten Folgen würde es massiven und – erstmalig in der Geschichte – öffentlichen Widerstand geben – da erscheinen dann die 2.000 Suchthansel, die da immer mal wieder krakelend und übelriechend durch die Dörfer ziehen noch lächerlicher als heute.” Auch behauptet er, Pro Rauchfrei würde zu einer “sehr unangenehmen Komponente” im Wahlkampf zum bayerischen Landtag werden. Er glaube nicht, dass “eine Horde verwirrter Wirte und ein Verein, der als Deckmantel für ein neues Geschäftskonzept dient” (meint er damit den VEBWK?) die bayerische Staatsregierung umstimmen könne.














Obs wahr ist…
Also ich glaube der CSU nichts. Klar dass die jetzt zittern aber erst wenn dieses unsinnige Gängelungs-Gesetz wieder dort ist, wo es hingehört – nämlich in den Papierkorb – glaub ich an Bürgernähe bei der CSU.