Rauchgegner: Wirte sollen nicht zu früh lachen

Antiraucher: Bayerische Gesetzgebung ist die einzig sinnvolle Lösung

Der Trierer Internetnewsdienst “16vor” hat Stephan Kaut, einen militanten Aktivisten und Rauchgegner, interviewt. Kaut ist Sprecher von “Forum Rauchfrei”. Er tritt für für eine spitzenmäßige Besteuerung aller Tabakprodukte ein und dass Tabakprodukte ausschließlich in lizenzierten Geschäften verkauft werden darf.

Im Interview verbreitet Kaut ein Sammelsurium von Halbwahrheiten, Polemik und unglaubwürdigen Statistiken. So wiederholt er zum Beispiel den längst widerlegten Unsinn, dass in Deutschland 3.301 Menschen jährlich an Passivrauch sterben würden – er bezeichnet diese “Statistik” sogar als “konservativ”.

Den Beschluss des Rheinland-Pfälzischen Verfassungsgerichtes (Rauchernews berichtete) bezeichnet er als “Schnaufpause für Raucher” und “Sturm im Wasserglas”. Er führt aus, dass es eine “Diskriminierung von Nichtrauchern” wäre, wenn diese “um die Kneipe in ihrer Nachbarschaft einen Bogen machen müssten, nur weil der Wirt sein Lokal zur Raucherkneipe ernannt hat”.

Er behauptet weiter, dass die Beispiele Irland und Bayern zeigen würden, dass Rauchverbote ohne Ausnahme die einzig sinnvolle Lösung darstellen würden. Vielleicht sollte Herr Kaut einmal in Bayern vorbeikommen und die Massen an Raucherclubs sehen.

Auf die Frage von 16vor, was dagegen spräche dass Gastwirte selbst entscheiden ob sie ihre Lokale rauchfrei halten oder nicht, behauptet er, freiwillige Vereinbarungen würden nicht funktionieren. “Sie dienen der Beruhigung von Kritikern und der Verhinderung effektiver gesetzlicher Regelungen”, so der militante Antiraucher. Außerdem sei ein Raucherlokal ja eine Werbung “was einer Suchtreklame gleichkommt”.

Auch behauptet er, dass sich die Umsatzeinbussen in Irland ja wieder relativiert hätten. Natürlich verschweigt er, dass in den vielen Pubs die in Irland schließen mussten nun Starbucks, Subway und ähnliche amerikanische Ketten eingezogen sind – was die Statistik natürlich beschönigt. Es darf aber bezweifelt werden ob dadurch die Kultur der ehemaligen Pubs verbessert wurde.

Wes Geistes Kind Mitglieder von Forum Rauchfrei sind, zeigt Elisabeth Rieth, eine Aktivistin dieses Forums. Laut einem Bericht der Berliner Zeitschrift “Zitty” hält sie mit ihrer Tochter ausschließlich telefonischen Kontakt, da diese Raucherin ist.


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