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Lübecks Wirte gehen auf die Straße

Freitag, 29. Februar 2008, 10:50

Auch in Lübeck demonstrierten Wirte gegen das Rauchverbot

Etwa 200 Wirte sind auf einem Protestmarsch in der Lübecker Innenstadt auf die Barrikaden gegangen. Sie machten lautstark ihrem Unmut über das Rauchverbot Luft und forderten eine Streichung oder mindestens Lockerung des unsinnigen Gesetzes.

Aufgerufen zu der Protestaktion hatte die Interessengemeinschaft der Lübecker Wirte. Initiatorin Rita Lo Prete, die den Zug mit einem Megaphon anführte, sagte laut Lübecker Nachrichten: “Es geht um unsere Existenzen und um unsere Arbeitsplätze” und weiter: “Warum interessiert es die Politiker nicht, dass wir seit Anfang des Jahres große Probleme haben?”.

Entgegen von Antiraucher-Organisationen gerne kolportierter Meinungen hätten nicht nur kleinere Kneipen Probleme, sondern auch größere Gaststätten haben mittlerweile Umsatzeinbußen, die an die Existenz der Betreiber gehen. Das Rauchen in der Kälte vor der Tür habe nichts mehr mit einem gemütlichen Kneipenbesuch zu tun, also blieben die Menschen zu Hause.

Die Wirte verteilten Flyer, auf denen sie um Unterstützung für ihre Unterschriftenaktion baten. Manche baten auch um Spenden für Anwalts- und Gerichtskosten.

Gebracht hat die Aktion vorerst wenig. Der Landtag in Kiel lehnte mit den Stimmen von CDU, SPD und Grünen einen Antrag der FDP ab, kleine Lokale vorerst vom Rauchverbot aus zunehmen, wie es das Rheinland-Pfälzische Verfassungsgericht bestimmt hatte. Sozialministerin Gitta Trauernicht (SPD), meinte, die Regierung sähe keinen Anlass für Änderungen, da die überwiegende Zahl der Gaststätten mit dem Rauchverbot gut zurecht komme.

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